Aktuelle Anlässe der Kulturkommission Frick, geplante Anlässe und Rückblick.

Den Kornhauskeller können sie auch  mieten für ihre eigenen Anlässe.

Kornhaus Frick

Bild und Text von apbircher@bluewin.ch, 25. Februar 2015 in Fricktal.info

 

Das heute im spätbarocken Stil präsentable und dominante Gebäude dürfte in dieser Form 1764/65 realisiert worden sein und zeigt sich nach der umfassenden Sanierung buchstäblich «von der besten Seite». Der mächtige Gewölbekeller konnte 2007 eingeweiht werden. Er wird nun für Vorträge und verschiedenste Kulturanlässe genutzt.


Die ehemalige Schaffnerei der Kommende Beuggen ist historische Bausubstanz im Fricker Unterdorf.

Das heute als Kornhaus bezeichnete Gebäude steht neben dem Kirchenbezirk als einziges Gebäude von Frick unter Denkmalschutz. Im Einvernehmen mit den angrenzenden Grundeigentümern gelang es, die Sicht auf das prächtige Haus unverbaut zu erhalten. Die Gemeinde hat das Haus 2001 erworben und konnte es 2005 einer fachgerechten Sanierung zuführen. Es ist vermietet für verschiedenste Bereiche im Gesundheitswesen, so auch der Spitex der Region, und der mächtige Gewölbekeller konnte 2007 eingeweiht werden. Er wird für Vorträge und verschiedenste Kulturanlässe genutzt.

Das Kornhaus wurde vom Deutschritterorden gebaut und als Verwaltungsgebäude genutzt. Es war in der Bevölkerung als «Schaffnerei» bekannt, später als Bezirksschule, schliesslich als «alte Bez», nachdem auf dem Ebnet 1924 ein grösseres Bezirksschulhaus gebaut wurde. Nach der Aufhebung der Kommende Beuggen gelangten Ländereien und Liegenschaften 1806 in den Besitz des Kantons Aargau. Der kantonale Beamte hiess immer noch Schaffner Eine Versteigerung scheiterte zweimal und 1866 willigte der Staat einer Vermietung an die Bezirksschulverwaltung zu. Von 1924 bis 2001 war das Gebäude in Privatbesitz. – Beuggen liegt nordwestliche von Möhlin am deutschen Rheinufer. Die Kommende hat ihren Ursprung im 13. Jahrhundert. 1492 erwarb sie das Patronatsrecht der Kirche Frick vom Frauenkloster Steinen in Basel. Zu den insgesamt 15 Patronatskirchen gehörten auch Möhlin, Gelterkinden, Wintersingen, Buus und Lengnau im Surbtal. Als Verwaltungs-Aussenstellen richtete die Kommende Schaffnereien ein. Sie hatten Verwaltungsaufgaben und dienten als Sammelstellen für Zins- und Zehntenabgaben. Frick verwaltete die Güter in Frick, Gipf, Oberfrick, Herznach, Ueken, Wittnau, Wölfl inswil, Eiken und Schupfart. Man geht von einem ersten Baudatum von 1697/98 aus.

Das heute im spätbarocken Stil präsentable und dominante Gebäude dürfte in dieser Form 1764/65 realisiert worden sein und zeigt sich nach der umfassenden Sanierung buchstäblich «von der besten Seite».

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